Green Wedding: Nachhaltig heiraten leicht gemacht

In eine Hochzeit investiert man viel Liebe, Herz und insbesondere Geld. Es soll eben der schönste Tag im Leben sein. Aber genau das ist es...es ist für EINEN Tag! Eine Vielzahl an Blumenschmuck, Dekoartikel, Gastgeschenken... landen hinterher im Müll oder verstauben im Keller. Ist das nicht viel zu schade? Und dazu noch schlecht für die Umwelt.


Nachhaltig heiraten beginnt schon bei der Planung und den Hochzeitsvorbereitungen. Ich habe euch dazu einige Ideen und Tipps zusammengestellt, die einer nachhaltigen Hochzeit dienen.


Locationsuche

Bereits bei der Wahl der Hochzeitslocation könnt ihr auf die Umwelt achten. Habt ihr die Möglichkeit, den Ort der Trauung in unmittelbarer Nähe der Location zu buchen, so könnten Gäste die Autos stehen lassen oder zumindest etwas weniger fahren. Ist dies nicht realisierbar, so bietet sich beispielsweise ein Shuttle-Service für die Gäste an.

Dies verringert den CO2-Austoß pro Gast schon enorm.


Menü & Torte

Bei der Auswahl des Essens und der Getränke könnt ihr auf regionale und saisonale Produkte zurückgreifen. Bittet dazu die Betreiber eurer Location, Produkte von Bio-Bauern aus der Nähe einzukaufen.

Ebenso den Konditor könnt ihr darum bitten, Zutaten aus der Region für die Hochzeitstorte zu verwenden.

Wichtig ist auch, dass die Menge des Essens im Vorfeld gut kalkuliert wird, damit keine Unmengen an Essenresten entstehen. Diese landen nach der Feier lediglich in den Müll.


Hochzeitspapeterie

Verwendet doch bei Einladungen, Menü- und Dankeskarten recyclebares Papier. Die sind nicht nur umweltfreundlich, sondern sehen dazu auch noch besonders aus.

Als Alternative gibt es z.B. Saatpapier. Saatpapier ist ein ganz besonderes Papier: ein Papier zum Einpflanzen. Darin können Blumen-, Kräuter- oder Gemüsesamen eingearbeitet werden. Nach der Hochzeit erwartet einen also eine wunderschöne Blumenpracht!

Ihr könnt die Einladungen natürlich auch direkt per Mail versenden. Dabei könnt ihr komplett auf den Gebrauch von Papier verzichten.

Reduziert die Papeterie auf der Hochzeitsfeier. Benutzt z.B. Kreidetafeln für den Sitzplan oder das Menü.


Hochzeitsdekoration

Die Hochzeitsdekoration lässt viele Herzen höher schlagen. Viele bastelfreundliche Bräute freuen sich darauf, ihre Ideen zu verwirklichen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten hierbei eine Green Wedding zu ermöglichen.

Setzt vor allem auf gebrauchte, recycelte und natürliche Gegenstände. Die sind nicht nur umweltfreundlich, sondern geben einen zusätzlichen Vintage-Flair. Dies entspricht also nicht nur dem Nachhaltigkeitsgedanken, sondern spart euch auch noch Geld ein. In vielen Hochzeitsgruppen auf Facebook lassen sich so unzählige günstige Dekoartikel finden.

Eine andere Möglichkeit ist der Verleih von Dekoartikeln. Es gibt mittlerweile viele Dekorateure und Floristen, die ein großes Sortiment aufweisen und dieses für eine schmale Mark verleihen.


Naturmaterialien (Holz, Stein...) lassen sich gut für DIY-Projekte verarbeiten. Sei es für Tischnummer, Namenskarten oder sonstige Tischdekoration.


Blumenschmuck

Wählt saisonale und regionale Blumen für euren Brautstrauß und den gesamten Blumenschmuck. Nicht nur der Fahrtweg sondern auch der Transportweg hat negative Auswirkungen auf die Umwelt.

Ein kleiner Tipp: Verwendet Topfblumen als Tischdekoration und macht daraus eine Kombination aus Blumendeko und Gastgeschenk. Hierzu könnt ihr die Namen eurer Gäste auf die Töpfe schreiben und dadurch gleichzeitig die Namenskärtchen ersetzen.

Wie sieht es aus mit Trockenblumen? Der absolute Hit! Viele gehen dabei von plattgedrückten Blüten und einer großen Krümelei aus. Ganz im Gegenteil! Egal, ob Blumen, Eukalyptus, Kräuter, Beeren oder Getreide, die Auswahl ist mittlerweile wirklich groß und können sehr gut als Alternative zur herkömmlichen Blumendekoration dienen. Auch diese können am Ende als Gastgeschenk verwendet werden und landen somit nicht im Müll, sondern auf die Kommode zuhause.


Hochzeitsoutfit

Wie wäre es mit dem Brautkleid der Mutter oder Schwiegermutter? Hierbei freut sich nicht nur die Mutter, sondern auch euer Portemonnaie und die Umwelt. Für ein kleines Budget könnt ihr das Kleid beim Schneider etwas an eure Stilvorstellung anpassen lassen.

Falls dies nicht möglich ist, gibt es die Alternative ein gebrauchtes Kleid zu kaufen. Einige Brautmodengeschäfte bieten dies an. Ansonsten stöbert gerne durch Facebook-Hochzeitsgruppen.

Sollte euch davon kein Brautkleid zusagen, gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, sich Anzug und Brautkleid auszuleihen. Dies ist zwar auch nicht immer billig, aber nachhaltiger ist das Ausleihen allemal.

Der Bräutigam kann sich ansonsten einen Anzug kaufen, den er auch im Büro oder zu anderen Feierlichkeiten tragen kann.


Unterhaltung / Live-Acts

Es gibt viele Traditionen, die ihr leicht durch eine nachhaltigere Variante ersetzen könnt. Lasst z.B. Schaumherzen statt Luftballons steigen. Dadurch verringert ihr die Umweltverschmutzung und das sterben einiger Tiere.

Ähnlich ist es mit getrockneten Blüten oder Samen-Konfetti zum Streuen. Sie sind wesentlich umweltfreundlicher als lauter kleiner Seifenblasenfläschchen aus Plastik.


Hochzeitsreise / Flitterwochen

Bei eurer Hochzeitreise könnt ihr den Green Wedding - Gedanken bis zum Ende durchziehen. Hierzu könnt ihr z.B. ein nahes Ziel auswählen, für welches ihr nicht unbedingt in ein Flugzeug steigen müsst.

Eine Anreise mit Bus, Bahn oder Auto ist eine weitere Alternative.

Vor allem aber Kreuzfahrten auf einem Luxusdampfer haben keine gute Auswirkung auf die Umwelt.

Ein Urlaub in den Bergen oder an der See kann genauso entspannend wirken, wie ein Urlaub in der Karibik.


Es gibt viele Möglichkeiten, ein Green Wedding zu gestalten. Solltet ihr eure Hochzeit nicht zu 100% ökologisch bzw. nachhaltig feiern können, macht euch nicht verrückt. Bei der Hochzeitsplanung treten immer wieder gewisse Einschränkungen auf. Nicht immer ist es möglich eine Hochzeit ausschließlich umweltfreundlich zu gestalten.

Nehmt ihr nur ein paar grüne Tipps mit, so leistet ihr einen tollen Beitrag zur Nachhaltigkeit und die Umwelt dankt!


Eure Janine


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